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Welche Bedeutung hatte mein Traum?
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Fluß

Assoziation: - fließend und aktiv,- kann gefährliche Stromschnellen aufweisen,- kann glatt und ruhig sein. Fragestellung: - Welche Gefühle sind in mir in Bewegung?

Psychologisch:

Fluß gehört zu den Ursymbolen mit vielfältiger Bedeutung. Tiefenpsychologisch wird er meist als seelisch-geistige Kraft und Energie verstanden, die uns antreibt und befruchtet, unsere Anlagen zur Entfaltung bringt und das Leben ständig verändert, dabei aber auch stören oder gar zerstören kann. Im Bild des Wortes 'Lebensfluß' liegt auch die eigentliche Bedeutung, die dem Fluß oder Strom im Traum zukommt. Bewegt sich der Träumende in einem Boot oder Schiff auf den Gewässern, so steht dies als Symbol für die Lebensreise. Das Wasser ist aber im Traum auch ein Bild für das Unbewußte: Sind die Flüsse reißend oder stellen sie ein Hindernis für den Träumenden dar, so ist dies ein Hinweis auf eine Schwierigkeit, deren sich der Träumende noch nicht bewußt ist. Wer von 'stillen Wassern' träumt, wird sich selten von heftigen Wogen der Leidenschaften mitreißen lassen. Wer sich unwiderstehlich vom Sog eines Strudels angezogen fühlt, dürfte auch in der Realität zu tiefen Gefühlen fähig sein - und eine Schwäche für 'verhängnisvolle Affären' haben. Wer im Traum eine halsbrecherische Wildwasserfahrt riskiert, hat auch im Alltag kein Problem damit, sich den Herausforderungen der heftigeren Art zu stellen. Und wer im Traum in einem tiefen Fluß zu ertrinken droht, hat die Untiefen eines Gefühls unterschätzt und wollte sich nicht ans 'rettende Ufer' begeben, 'bis ihm das Wasser bis zum Hals stand'. Wichtig im Zusammenhang mit einem Fluß in der Traumlandschaft sind auch seine Ufer. Sie können unzugänglich sein, was dann auf seelische Konflikte oder Komplexe hinweist. Handelt es sich um Stein- oder Betonwände, kann das bedeuten, daß sich der Träumende durch die moderne Zivilisation eingeengt fühlt oder nicht mit dieser zu Recht kommt. Erscheint aber über dem Fluß eine Brücke, so können diese Konflikte gelöst werden, allerdings nur, wenn die Brücke zugänglich bzw. erreichbar ist. Er spült auch manchen Unrat zutage - vor allem, wenn er graues und schlammiges Wasser führt, steht also für den Kummer, den das Unbewußte wegspülen möchte. Überschwemmungen lassen die Sorgen begründet erscheinen, die wir uns im Alltag machen. Nur das klare Wasser eines ruhig dahinfließenden Flusses steht für ein sorgenfreies Leben. Jeder Mensch möchte auf der emotionalen Ebene geliebt und anerkannt sein, denn sonst ist ihm ein aktives Leben versagt. Sich im Fluß mit den Dingen zu befinden bedeutet, Teil einer sozialen Gruppe zu sein, die es dem Träumenden ermöglicht, mit anderen Menschen zu interagieren. Je nach den Begleitumständen im Traum kann man vor allem zu folgenden Deutungen gelangen:
  • Allgemein kann er sich auf das vergehen der Zeit beziehen oder auf die Reise von der Geburt zum Tod. Ein Fluß kann auch das Fließen von Gefühlen und von kreativer Energie darstellen.
  • Man erinnere sich, was man bezüglich des Traumflusses fühlte. Jagte er einem Angst ein oder beruhigte er einem
?
  • Ruhig fließender, klarer Fluß zeigt einen klaren Lebensweg an, auf dem man sicher und ohne Umwege dahinschreitet und sich immer weiter vervollkommnet und reift.
  • Das Sprichwort 'Stille Wasser sind tief' hat einen wahren Kern. Die ruhige Oberfläche kann über Probleme hinwegtäuschen.
  • Unruhiger, schäumender Fluß mit trüben Wasser hat die gegenteilige Bedeutung, man wird also viele Schwierigkeiten im Leben zu überwinden haben, vielleicht auch unlautere Absichten verfolgen oder Intrigen anderer zum Opfer fallen.
  • Rauschender, gefährlicher Fluß warnt oft vor übler Nachrede durch mißgünstige Menschen, die viel Schaden anrichten können.
  • Hat man sich den Fluß passiv vom Ufer aus angesehen
? Wenn ja, kann dies auf das eigene Bedürfnis hinweisen, sich seine Gefühle klarzumachen.
  • Im Traum an einem Flußufer entlangzugehen, kann Zufriedenheit mit dem Fortschritt in der Karriere darstellen.
  • Im Fluß baden kann Glück, Erfolg und Wohlstand verheißen,- manchmal steigt man geläutert als 'neuer Mensch' aus dem Fluß, steht also am Beginn einer Entwicklung der Persönlichkeit.
  • Durch den Fluß schwimmen verspricht, daß man Hindernisse und Gegner aus eigener Kraft überwinden wird und danach ein besseres Leben beginnen kann.
  • Steht man im Fluß oder schwimmt gegen seine Strömung, kann das auf eine eigenwillige Persönlichkeit hinweisen, die sich immer wieder den Erwartungen anderer widersetzt,- vielleicht kommt darin aber auch zum Ausdruck, daß man sich auf die Suche nach den Wurzeln der eigenen Persönlichkeit begeben soll, um sich besser zu verstehen und zu entfalten.
  • In einen Traumfluß zu fallen kann vor häuslichen Sorgen warnen.
  • In einen Fluß zu springen kann heißen, daß übereilte Taten bezüglich eines Problems nicht nötig sind.
  • Überqueren des Flusses mit einem Boot oder auf einer Brücke zeigt, daß man eine Änderung des bisherigen Lebens durchführen sollte, um den eigenen Horizont zu erweitern.
  • Überschwemmung und Wasserfall werden in alten Traumbüchern oft als Vorzeichen von Problemen, Mißerfolgen und Verlusten gedeutet,- tritt das Wasser ins Haus, kann man aber vermutlich mit einem Gewinn rechnen.

Spirituell:

Auf dieser Ebene steht der Fluß im Traum für in Bahnen gelenkte spirituelle Energie. 'Alles fließt.' Der Fluß ist ein Symbol für die universalen Möglichkeiten der Fruchtbarkeit, des Todes und der Erneuerung.

Artemidoros:

Flüsse, die reines, klares durchsichtiges Wasser haben und ruhig dahinströmen, bringen Sklaven, Prozessierenden und Leuten, die auf Reisen gehen wollen, Glück,- es gleichen nämlich die Flüsse Herren und Richtern, weil sie ihren Willen ohne Rechenschaft schuldig zu sein und nach freiem Ermessen durchsetzen, ferner Reisen und Bewegungen, weil ihr Wasser nicht still steht, sondern weiterfließt. Ist das Wasser aber schlammgetrübt und strömt es reißend dahin, bedeutet sie eine Drohung von Seiten der Herrn und Richter und verhindert jede Reise. Schwemmen sie irgendein Hab und Gut des Träumenden fort und entführen sie es, fügen sie ihm ganz empfindlichen Schaden zu. Noch größeren Schaden und obendrei Gefahr bedeuten sie, wenn sie den Träumenden selbst fortschwemmen und besonders, wenn sie ihn ins Meer auswerfen. Ein böses Zeichen ist es auch, in einem Fluß zu stehen, von seinen Wassern umspült zu werden und nicht hinaussteigen zu können,- denn niemand, und habe er eine noch so starke seelische Widerstandskraft, kann wohl die Widerwärtigkeiten ertragen, die nach diesem Traumerlebnis sich einstellen. Wild strömende Flüsse bedeuten rücksichtslose Richter, unangenehme Herrn und die Volksmenge, weil sie ungestüm und mächtig tosen. Gut ist es, sie zu überqueren, besonders zu Fuß,- wenn nicht watend, so doch schwimmend. Träumt jemand, er schaffe es ganz und gar nicht, über den Fluß zu kommen, und kehre deswegen um, so tut er besser daran, wenn er von seinem Vorhaben abläßt, nicht mehr prozessiert, im Augenblick seinen Herrn nicht aufsucht und sich nicht um die Gunst der großen Menge bemüht. Meint man, in einem Fluß oder See zu schwimmen, so wird man in äußerste Gefahr geraten. Denn was dem Fisch auf dem Trockenen widerfährt, dasselbe widerfährt auch dem Menschen im nassen Element. Immer ist es besser, schwimmend das Ufer zu erreichen, als mitten im Schwimmen aus dem Schlaf zu erwachen. Ein ins Haus strömender klarer Fluß prophezeit den Besuch eines reichen Mannes im Haus zu Nutz und Frommen der Bewohner,- dagegen deutet ein schlammgetrübter, besonders wenn er etwas vom Hab und Gut des Hauses mit fortreißt, den Gewaltakt eines Feindes an, der Haus und Hausbewohnern großen Schaden zufügen wird. Ein aus dem Haus strömender Fluß ist einem reichen und einflußreichen Mann von Nutzen. Er wird über das Gemeinwesen herrschen und, auf Ehre bedacht, große Aufwendungen für das öffentliche Wohl machen, und viele Leute werden mit Bitten oder Wünschen in sein Haus kommen,- denn allen ist der Fluß ein Element des Lebens. Einem armen Mann dagegen bringt es die Ehefrau oder den Sohn oder irgendein Familienmitglied in den Ruf des Ehebruchs und der Liederlichkeit. Fließt ein anderes Wasser trüb ins Haus, so wird man dasselbe in Flammen aufgehen sehen, klares Wasser dagegen zeigt Zuwachs an Besitz und Geld in Hülle und Fülle an. Flüsse, Seen und Wassernymphen sind im Hinblick auf die Zeugung von Kindern von guter Vorbedeutung. Acheloos (Gott des gleichnamigen Flusses, Sohn des Okeanos,- er wurde als König der Flüsse und Sinnbild des fließenden Wassers in ganz Griechenland verehrt.) bedeutet das selbe wie die Flüsse und jedes Trinkwasser und gibt den Traumerfüllungen ein viel stärkeres Gewicht. Wenn man nichts zu trinken vorfindet oder zu einem Fluß, einer Quelle oder Zisterne kommt, ohne Wasser schöpfen zu können, so wird man nichts von dem zustande bringen, wonach man trachtet. Dürsten ist ja nichts anderes als ein Verlangen, und Trinken stillt das Verlangen. Jemand träumte, er sei zum Fluß Xanthos (Beiname für Skamandros, vgl. Homer (Ilias 21,31ff.) Zehn Jahre spie der Mann Blut, weil nach Homer der Xanthos so lange vom Blut der Gefallenen getränkt war.) in der Landschaft Troja geworden. Zehn Jahre lang spie der Mann Blut aus, doch starb er nicht, wie zu erwarten war, weil der Fluß unsterblich ist.

Achmet:

Einer, der die Rolle seines Herrn übernommen hatte, wollte den Traumdeuter Sirin auf die Probe stellen und fragte ihn: 'Mir träumte, ich tränke den ganzen Tigris aus.' Sirin antwortete: 'Das hast du nicht geschaut,- es ist unmöglich.' Jener mußte es eingestehen und sagte: 'So ist es,- nicht ich habe den Traum gehabt, sondern mein Herr, der mich gesandt hat.' Und Sirin sagte: 'Wenn du zurückkommst, wirst du ihn tot finden.' Und wie er gesagt hatte, traf es ein.

Volkstümlich:

(arab. ) :

  • Flüsse, die das Land bewässern, bedeuten das Leben der Menschen.
  • Träumt jemand, der Fluß, der gewöhnlich das Land bewässere, sei ausgetrocknet, werden Hungersnot, Sorgen und Elend das Land heimsuchen,- ist der Fluß aber über die Ufer getreten, werden die Bewohner jubeln und reiche Ernte einfahren, und der Pharao wird mit seinen Würdenträgern überglücklich sein.
  • Schaut einer, der Fluß habe das Land unter Wasser gesetzt und es seien Fische angeschwemmt worden, werden die Einwohner Segen, aber auch Krankheiten zu erwarten haben,- bleiben Schlangen, Frösche und Kriechtiere zurück, werden sie mit Feinden zu kämpfen haben, sie aber niederwerfen, falls sie Herr über das Getier wurden, andernfalls unterliegen.
  • Ebenso bedeuten Flüsse, die das Land nicht bewässern, Personen, mächtige oder niedrige, je nachdem, ob die Flüsse groß oder klein sind,- alles, was sich an den Flüssen ereignet, Gutes oder Böses, wird sich für die Betreffenden erfüllen.
  • Träumt dem Kaiser, er werfe Netze in den Fluß, um Fische zu fangen, und mache einen reichen Fang, werden die Sorgen, die ihn wegen eines Krieges oder sonstwie drücken, sich in Glück wandeln,- fängt er nichts, wird das Gegenteil eintreten. Ein einfacher Mann wird nach diesem Traum entsprechend dem Fischzug zu Wohlstand kommen, fängt er nichts, leer ausgehen.
  • hell und klar: vorteilhafte Aussicht,- keine nennenswerten Störungen auf dem Lebensweg,-
  • mit trüben Wasser: man wird von vielen Menschen angefeindet,-
  • an einem Fluß stehen: üble Nachrede verstummt, wenn du dich in Schweigen hüllst,-
  • überqueren: du triffst eine Entscheidung und bestehst die Gefahr,-
  • in einem Kahn darüber fahren: du gehst einem gefahrvollen Unternehmen entgegen,-
  • darin baden: Verdruß und Verfolgung,-
  • darüber schwimmen: du wirst mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben,-
  • stark und wild brausend: Lästerungen werden dich beunruhigen,-
  • hineinfallen: ein unglücklicher Zufall wird dich treffen,-
  • über das Ufer austreten sehen: dein Vorhaben gelingt nicht,- auch: üble Nachrede ist über einem im Umlauf,-
  • als Wasserfall über einen Felsen stürzen sehen: Verlust und Bankrott.

(europ.) :

  • wird unter Umständen als Hindernis empfunden,- Zaudern an einem wichtigen Punkt auf dem Lebensweg,-
  • mit ruhigem, klaren Wasser: läßt auf Erfolg eines Unternehmens schließen,- deutet auf reine Absichten hin,- angenehme Freuden,-
  • einen großen mit klarem Wasser: ein sehr gutes Zeichen für einen fließenden Lebensweg mit wenig Störungen,-
  • mit trüben Wasser: man wird von anderen Menschen angefeindet und muß dagegen ankämpfen,-
  • mir trüben und reißendem Wasser: verheißt es Unheil und droht mit Gefahren,- man hat schlechte Absichten gegen jemanden,- unangenehme Eifersuchtsszenen,-
  • stark rauschen hören: man wird geschmäht werden,-
  • über seine Ufer treten sehen: bringt Hemmungen in einem Vorhaben,- negativer Klatsch ist über einem in Umlauf,- die Aktionen fallen 'ins Wasser',-
  • über die Ufer getretener Fluß und eingeschlossen sein: im Berufsleben zeitweilige Schwierigkeiten haben,- auch: man wird sich durch eine öffentlich gewordene private Eskapade unwohl fühlen,-
  • in einen fallen: ein Unglück kommt selten allein,-
  • in einen springen: bedeutet Unglück und Schwierigkeiten in häuslichen Angelegenheiten,-
  • ausgetrockneter Fluß: verkündet Verluste,- verheißt Krankheit und außergewöhnliches Unglück,-
  • darin baden: weist auf Gefahren hin, in die man sich mutwillig stürzen wird,-
  • durch einen schwimmen: man wird einen gefährlichen Gegner überwinden,-
  • gegen die Strömung schwimmen: Symbol für innere Widersprüche, die vereint werden sollten,-
  • einen überqueren: man läßt Altes zurück, und eine positive Wandlung beginnt,-
  • einen Wasserfall sehen: Ruin eines Familienmitgliedes,-
  • auf einem klaren Fluß segeln und Leichen auf dem Grund sehen: auf Freuden und Glück werden schnell Ärger und Trübsal folgen,-
  • mit einem Pferd durch einen klaren Fluß schwimmen: verheißt höchste Seligkeit,- Geschäftsleute dürfen mit einem gewaltigen Gewinn rechnen,-
  • mit einem Pferd durch eine Furt reiten: es winkt Glück,-
  • durch einen Fluß bei starker Strömung und trüben Wasser reiten: eine Enttäuschung steht ins Haus,-
  • Überschwemmung in das Zimmer fließen sehen: bedeutet bei klarem Wasser einen vornehmen Besuch oder besonderen Gewinn, bei trüben Wasser Unglück und Streit.

(ind. ) :

  • Flüsse bedeuten, ihrer Größe entsprechend, Personen niedrigen oder hohen Standes.
  • Kommt einer zu dem größten Fluß, um ihn zu überqueren oder Wasser zu schöpfen, und überquert er ihn ohne Schiff, wird er an den Statthalter des Kaisers ein Bittgesuch richten und erhört werden,- schöpft er Wasser aus dem Fluß, wird er entsprechend der geschöpften Menge von dem Überfluß des mächtigen Herrn reich werden.
  • Trinkt er aus dem Fluß und ist das Wasser rein und süß, wird er herrlich und in Freuden in dem Haus des Mächtigen leben, ist es aber schmutzig und widerlich, von ihm arg geplagt werden und erkranken.
  • Schöpft einer aus einem anderen fließenden Wasser, wird er von einem Mann des Volkes so viel Geldmittel bekommen, wie der Fluß groß und wasserreich ist.
  • Schwimmt einer in dem Fluß, um an das andere Ufer zu kommen oder um zu baden, wird er überlegen in einem Prozeß, den er mit einem anderen führt, die Oberhand behalten, vorausgesetzt, er erreiche das andere Ufer, ist das nicht der Fall, unterliegen,- schwimmt er, um sauber zu werden, wird er seine Schwierigkeiten mit Hilfe eines einflußreichen Mannes, dessen Macht der Größe des Flusses entspricht, sich vom Halse schaffen.
  • Träumt der Kaiser, er erteile den Befehl, einen Fluß abzuleiten, und solches geschehe, wird er einen Fürsten, dessen Macht der Größe des Flusses gleicht, sich dienstbar machen und ihn versetzen, wohin er will,- strömt der Fluß wieder in sein altes Bett zurück, wird der Fürst dem Kaiser Frieden und Freundschaft kündigen.
  • Läßt der Kaiser einen Fluß überbrücken, wird er mit einer mächtigen Persönlichkeit aus freien Stücken, nicht gezwungen, dem Brückenschlag gleich, Frieden und Freundschaft schließen.
  • Läßt der Kaiser fließendes Wasser in Becken leiten,- wird er entsprechend der Wassermenge den Reichtum eines Mächtigen in seine Schatzkammern fließen lassen.
  • Baut jemand ein Auffangbecken wie einen Wasserspeicher und leitet Flußwasser hinein, wird er von andern Geld nehmen und scheffeln.
  • Ruhig fließendes Wasser, das ein einzelner Mensch aufzuhalten und zu sperren vermag, weist nicht auf einen Mächtigen, sondern auf das Leben der Menschen. Sammelt einer dieses Wasser und nimmt es in Besitz, wird er ein Leben führen, das so glücklich oder armselig sein wird, wie das Wasser klar oder trüb ist. Trinken auch die Nachbarn daraus und ist es sauber und süß, wird er ihnen von seinem Überfluß Gutes tun,- ist es aber schmutzig und widrig, werden er und alle, die davon trinken, ein elendes Leben führen. Bewässert einer seinen Grund und Boden, wird er fürstliche Gewalt bekommen und Gutes unter den Leuten wirken.
  • Trinkt einer unterwegs an einem unbekannten Ort Wasser, und zwar einen vollen Becher, wird er bald sterben,- ist im Becher noch ein Rest geblieben, wird er dementsprechend kurz oder lange leben.
  • Reißend dahinströmendes Wasser gibt der Deutung ein größeres Gewicht als das ruhig dahinfließende.
  • Träumt einer, er komme an ein Flußufer oder setze sich dort nieder, wird er sich mit einem Mann anfreunden, der dem Fluß gleicht, und sein Nachbar werden.
  • Hat ihn der Fluß beschmutzt oder erschreckt, wird er entsprechend von dem Mann schikaniert werden,- hat er aber mit dem Wasser seinen Schmutz abgespült, werden seine Sorgen und Nöte von dem Mann verscheucht werden.
  • Geht ihm das Wasser des Flusses bis zum Hals oder gar über den Kopf, stehen ihm von der erwähnten Person Unterdrückung und Elend bevor.
  • Gelangt er schwimmend bis zur Flußmitte, wird der Mann ihn festsetzen und unterdrücken,- nähert er sich dem Land, wird er entsprechend der Entfernung zum Land von den Übeln befreit werden.
  • Dünkt es einen, er ertrinke im Fluß, wird er von der Hand eines Menschen, der dem Fluß gleicht, umgebracht werden.
  • ausgetreten: einer deiner Verwandten wird Unglück im Geschäft haben,-
  • stark rauschen hören: du wirst Lästerungen erfahren,-
  • rauschend: böse Menschen werden über dich sprechen,-
  • klar und rein: viel Glück,-
  • hell: deine Geschäfte gehen gut, du brauchst keine Sorge zu haben,-
  • darin baden: das Glück und der Wohlstand sind in deinem Haus,- Reichtum,-
  • hineinfallen: Zank und Streitigkeiten mit Bruder oder Schwester,-
  • hineinfallen und von der Strömung fortgerissen werden: Unglück,-
  • durchschwimmen: deine Hoffnungen gehen in Erfüllung,-
  • über die Ufer treten sehen (in eine Flut, eine Überschwemmung geraten): dein Vorhaben wird gehemmt.
(Siehe auch 'Boot', 'Brücke', 'Schiff', 'Strom', 'Wasser')

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