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Geier

Assoziation: - Aasfresser. Fragestellung: - Inwiefern nähre ich mich von den Erfahrungen der Vergangenheit?

Medizinrad:

Schlüsselworte: Anpassungsfähig,- Dienst,- reinigend,- geduldig,- Wachsamkeit. Beschreibung: Geier sind sehr große Vögel mit einer Flügelspannweite von bis zu vier Metern und mit luftakrobatischen Fähigkeiten. Im Flug werden sie leicht mit Habichten oder Adlern verwechselt,- beim näheren Hinblicken kann man den Geier jedoch an seinem kleineren Kopf und an seiner Schwanzform erkennen. Geier haben zudem die Angewohnheit, in kleinen Gruppen zu fliegen. Sie sind sehr nützliche Tiere, denn sie beseitigen Aas und Kadaver, deren Zersetzung sonst viel länger dauern würde. In den Vereinigten Staaten nennen manche Stämme den Geier auch Friedensadler, weil er niemals tötet, um sich zu ernähren. Allgemeine Bedeutung: Etwas, das aufgeräumt werden muß,- ein Blick aus größerer Distanz auf solche Situationen und das Wissen darum, wie du sie angehen und verbessern kannst. Assoziation: Ein Mensch, der beharrlich auf eine gute Gelegenheit wartet, um skrupellos über einen anderen herzufallen. Transzendente Bedeutung: Ein tiefes Verstehen von Tod, Wiedergeburt und des unaufhaltbaren Lebenskreises.

Allgemein:

Geier symbolisiert intellektuelle Schärfe, die aber meist mit Gefühlsarmut verbunden ist und andere ausbeutet, ihre Schwächen rücksichtslos ausnutzt. Je nach den individuellen Lebensumständen wird man vor anderen gewarnt, die sich so verhalten, oder aufgefordert, das eigene Verhalten zu ändern.

Psychologisch:

Geier ist ein archetypisches Bild der Gefahr, die aus einer krankhaften Ichbezogenheit resultiert und muß als Warnsignal der Psyche verstanden werden. Es bedeutet einen Autismus, d. h. eine allzu starke Verstricktheit in sich selbst, die aus der Unfähigkeit herrührt, zur Umwelt Kontakt aufzunehmen. Autismus darf nicht mit Egoismus verwechselt werden, auch wenn sich ersterer auch in übertriebenen Forderungen ausdrückt. Der Geier symbolisiert im Traum aber oft eine ausbeutende Einstellung des Träumenden. Hier wird der Aasgeier geschildert, der sein Opfer sucht. Seelische Einsamkeit ist die Folge.

Artemidoros:

Geier sind für Leichenbestatter, Töpfer und Gerber von guter Vorbedeutung, weil sie außerhalb der Stadt hausen und mit Kadavern in Berührung kommen,- Ärzten und Kranken bringen sie Unheil, denn sie weiden sich an Aas. Sie bezeichnen auch fluchbeladene und blutbefleckte Feinde, die nicht in der Stadt wohnen. Auch in jeder anderen Beziehung sind sie Unglücksvögel.

Volkstümlich:

(arab. ) :

  • sehen: eine ansteckende länger dauernde Krankheit fürchten müssen, die unter Umständen zum Tode führen kann,- deine Gegner warten auf deinen Fall.
  • einen schießen: seine Feinde besiegen,- auch Glück, Reichtum und Gesundheit.

(europ.) :

  • sehen: bedeutet eine bösartige Krankheit,- auch: eine intrigante Person hat es darauf abgesehen, einem zu schaden,-
  • fressen sehen: verkündet Unwohlsein, Übelbefinden,-
  • fliegen sehen: es wird einem ein tatsächlich Unrecht zugefügt werden,-
  • hoch in den Lüften fliegen sehen: man hat Aussicht, der Günstling einer hochgestellten Person zu werden,-
  • über seiner Beute sehen: Schwierigkeiten werden enden und das Glück wieder lachen,-
  • einen erlegen: Sieg über einen Feind,- das Mißgeschick besiegen,-
  • Träumt eine Frau von einem Geier, wird sie ein Opfer von Verleumdung und bösartigen Klatsch.

(ind. ) :

  • sehen: eine hochgestellte Person will dich sprechen.
(Siehe auch 'Aas', 'Adler', 'Vögel')

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