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Prügel

Allgemein:

Jede Art von Gewalt gegen einen Menschen verweist auf eine Form von Strafe. Wenn der Träumende in seinem Traum verprügelt wird, verweist dies darauf, daß eine andere Person ihn bis zum äußersten reizt. Schlägt sich der Träumende in seinem Traum selbst, dann wird damit eine Form von Masochismus in seiner Persönlichkeit hervorgehoben. Prügel, die man selbst bekommt, oder der Prügel fordern auf, sich mehr für Erfolge anzustrengen,- prügelt man einen anderen, wird man Schaden in einer Angelegenheit nehmen.

Psychologisch:

Wenn der Träumende in seinem Traum einen anderen Menschen verprügelt, dann muß er in Zukunft besser darauf achten, dieser Person seinen Willen nicht aufzuzwingen. Prügel, die uns im Traum verabreicht werden, sind im Wachleben der schlagende Beweis für Erfolge, die wir mit Hilfe von Selbstdisziplin und auch ein wenig Rücksichtslosigkeit erzielen. Teilen wir selbst Prügel aus, ist das ebenfalls nicht negativ zu werten, sondern damit wird unsere Durchsetzungskraft im Leben umschrieben.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene sind Prügel im Traum die Buße für begangene Sünden.

Artemidoros:

Prügeln sollte man nur diejenigen, deren Gebieter man ist, ausgenommen die Frau,- denn diese treibt Ehebruch, wenn sie geprügelt wird, während die übrigen zum Nutzen desjenigen Schläge beziehen, der sie verabfolgt. Übel ist es, Leute zu prügeln, die nicht unsere Untergebenen sind: es prophezeit, weil es gesetzwidrig ist, Strafe. Keinen Segen bringt es, von Göttern, von Toten oder von Untergebenen geschlagen zu werden, wohl aber von allen anderen. Immer ist es gut, mit Stöcken oder mit Händen Schläge zu bekommen, übel dagegen, wegen der Striemen, mit einem Riemen oder, wegen des Geräusches, mit einem Rohr. Von wem die Geprügelten die Schläge beziehen, von dem erwächst ihnen gewöhnlich ein Nutzen.

Volkstümlich:

(arab. ) :

  • liegen sehen: Hindernisse, die sich beseitigen lassen,-
  • austeilen: du wirst durch Schaden klug, der aus unüberlegter Handlungsweise resultiert,- auch: man hat genügend Kräfte, seine Pläne trotz aller Schwierigkeiten durchzusetzen,-
  • austeilen müssen: du solltest dich deiner Haut wehren und nicht so untätig sein,-
  • erhalten: schwere Nachteile und Verluste im Geschäft,- man trägt sich mit einem Vorhaben, daß andere Menschen zu durchkreuzen versuchen, aber es letztendlich verwirklichen wird,-
  • aus Holz sehen: Deine Zeit ist gekommen, nun mußt du etwas unternehmen, dann hast du Gewinn und Erfolg.

(europ.) :

  • gelten als Warnung zur Vorsicht gegenüber Bekannten,-
  • bekommen: du kannst dich freuen, alle deine Arbeiten werden gut ausgehen,- verspricht eine angenehme Überraschung,- auch: man wird in nächster Zeit viel Unterstützung von anderen erhalten,-
  • sich beziehen sehen: jemand stellt sich den Zielen und Absichten in den Weg, oder man erhält eine 'Strafe' für unrechtes Vorgehen,-
  • austeilen: verheißt Erfolg auf Grund eigener Tatkraft,-
  • grundlos austeilen: Ein schlechtes Omen! Man wird bald Hilfe brauchen und nicht bekommen.
  • wenn ein Mann eine Frau, die nicht seine Ehefrau ist, schlägt: glückhaftes Zeichen,-
  • wenn ein Vater oder eine Mutter davon träumt, die eigenen Kinder zu bestrafen: glückhaftes Zeichen,- fremde Kinder bestrafen: kein glückhaftes Zeichen,-
  • Wenn ein verheirateter Mann im Traum seine Frau verprügelt, dann ist das ein sehr glückhaftes Zeichen und beinhaltet eheliches Glück und ein behagliches Heim. Für Verliebte wird es jedoch als schlechter Traum angesehen.

(ind. ) :

  • austeilen: du wirst Schaden erleiden.
(Siehe auch 'Schläge')

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