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Harfe

Psychologisch:

Eine Harfe verweist auf die richtige Schwingung, welche der Träumende braucht, um in seinem Leben Harmonie zu schaffen. Zum Teil kommt darin chronische Überspannung des vegetativen Nervensystems zum Ausdruck, die man abbauen muß. Ein religiös inspiriertes Symbol für besondere Harmonie, feierliche Besinnlichkeit - aber auch für Todessehnsucht. Depressive Menschen träumen häufiger von diesem exklusiven Instrument, wenn sie mit ihren Problemen nicht mehr fertig werden und am liebsten 'allem entfliehen' möchten. Sie träumen von einer 'besseren Welt' voll Harmonie und Sorglosigkeit - und 'dem Engel mit der Harfe'. Allerdings: Wer im Traum selbst die Harfe spielt, hat nur ein erhöhtes Bedürfnis nach Schönheit und innerem Gleichklang mit einem geliebten (und möglicherweise idealisierten) Menschen. Harfenklänge können sehr betörend sein und das Bedürfnis nach einem erotischen Abenteuer versinnbildlichen. Hört der Träumende in seinem Traum eine sich fortwährend wiederholende Melodie, dann könnte es sein, daß er zu etwas überredet werden soll, was eigentlich nicht seinem Willen entspricht. Das bekanntermaßen schwer zu spielende Musikinstrument deutet wohl auch darauf hin, daß sich der Träumer, der sich oder einen anderen darauf spielen sah, nicht allzu hoch gespannte Erwartungen in einer bestimmten Angelegenheit hegen sollte.

Spirituell:

Auf der spirituellen Ebene ist die Harfe im Traum das Symbol der Leiter, welche in die kommende Welt führt.

Artemidoros:

Auf einer Harfe oder einer Kithara (Die Kithara ist ein mächtiger flacher Schallkörper, der sich in breiten Armen fortsetzt und mit sieben, neun oder elf Saiten bespannt ist,- sie wurden mit einem Plektron (Schlaginstrument) geschlagen.) spielen ist wegen der Harmonie der Töne in bezug auf eine Heirat und eine Gemeinschaft von guter, für alle anderen Unternehmungen dagegen von übler Vorbedeutung und führt wegen des Spannens der Saiten zu Streitigkeiten, hat aber auch schon vielen Gicht angekündigt, weil Saiten aus Sehnen (Neura bedeutet im griech. 1. Darmsaiten, 2. Sehnen und 3. auch Nerven, lat. nervi, weil die frühe Medizin noch nicht den Unterschied zwischen Sehnen und Nerven kannte.) hergestellt werden. Das Singen unter Kitharabegleitung hat man genauso auszulegen.

Volkstümlich:

(arab. ) :

  • schön spielen hören für Ledige: sich verlieben,-
  • den Klang einer hören: Kummer mit Familienangehörige haben,-
  • selbst spielen: du wirst mit deinem Liebeleien nichts erreichen,- Enttäuschungen erleben,- auch: man redet dir gut zu, du kannst Vertrauen haben,- auch: man wird als Vertreter viel umherreisen müssen.

(europ.) :

  • meist Warntraum aus dem vegetativen Nervensystem,- man muß etwas tun, um ruhiger zu werden,-
  • sehen oder selbst spielen: man wird enttäuscht werden,- man ist zu vertrauensselig,-
  • spielen hören: verkündet Liebeskummer,- auch: sagt den ungünstigen Ausgang einer Sache an, der Gewinn versprochen hatte,-
  • spielen sehen: man wird sich Hals über Kopf verlieben,-
  • mit zerrissenen Saiten sehen oder besitzen oder darauf spielen wollen: Verdruß durch übelwollende Menschen ist zu erwarten,-
  • zerbrochene sehen: bedeutet Krankheit und Treuebruch zwischen Verliebten.

(ind. ) :

  • spielen: Trost und Freude durch die Kinder und im Unglück finden.
(Siehe auch 'Musik', 'Musikinstrumente')

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