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Tochter

Assoziation: - jugendliches, weibliches Selbst. Fragestellung: - In welchen Bereich meines Lebens bin ich bereit, jugendliche Empfänglichkeit zum Ausdruck zu bringen?

Allgemein:

Sie ist Symbolgestalt für das kreative Weibliche, das noch viele offene Möglichkeiten der Entwicklung vor sich hat.

Psychologisch:

Träumen Eltern von ihrer Tochter, können sie auf Probleme ihres Kindes aufmerksam gemacht werden, die sie bewußt nicht wahrnehmen, aber auch auf eigenes schuldhaftes Verhalten gegenüber ihrem Kind. Frauen deutet der Traum von der - oft sogar unbekannten oder gar nicht vorhandenen - Tochter an, daß mit dem persönlichen Innenleben irgend etwas nicht stimmen kann. Oft ist dieses Traumbild ein Symbol für die Angst des Träumenden vor dem Älterwerden. Es kann aber auch so verstanden werden, daß der Träumende all seine Hoffnungen und unerfüllten Wünsche im Traum, wie auch oft in der Wirklichkeit, auf sein Kind projiziert. Minderwertigkeitsgefühle können durch die Traumtochter ebenfalls ausgedrückt werden.

Artemidoros:

Die Familienangehörigen, besonders die Kinder, bedeuten die ganze Familie, denn abgesehen von dem, was sie sonst noch bedeuten, weisen sie zugleich auf die Verwandtschaft hin. So träumte z.B. jemand, er schaue seine Tochter buckelig. Ganz folgerichtig und der Beziehung gemäß starb die Schwester des Träumenden,- seine Sippe war nämlich nicht gesund. Ein Mädchen zeigt an, daß das Ende schlechter als der Anfang sein wird. Es zeigt vor allem materielle Verluste an, weil eine Tochter eine Mitgift benötigt. Ich kenne jemand, dem es träumte, ihm wäre ein Töchterchen geboren,- er mußte ein Darlehn aufnehmen. Ein anderer wiederum träumte, er begrabe seine verstorbene Tochter. Es geschah, daß er ein Darlehn zurückzahlte.

Volkstümlich:

(arab. ) :

  • die eigene sehen: richte die Hochzeit vor,-
  • sehen, obwohl man keine hat: Sehnsucht nach weiblicher Anerkennung und Betreuung.

(europ.) :

  • die eigene erblicken: viele unerfreuliche Ereignisse werden durch ein schönes und harmonisches Leben ersetzt,-
  • sich den eigenen Wünschen widersetzen: es kommt Ärger und Unzufriedenheit auf einem zu.
(Siehe auch 'Familie', 'Jugend', 'Kind', 'Kindheit', 'Schwiegertochter', 'Sohn', 'Verwandte')

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