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Wein

Assoziation: - Geselligkeit,- Feiern. Fragestellung: - Was möchte ich genießen?

Allgemein:

Träume vom Wein bedeuten - wenn es sich nicht um einen an eine Wirtshaus- Geschichte anknüpfenden kleinen Traum handelt - stets die Begegnung mit einem geistig- seelischen Inhalt. Der Traum kennt keine Alkoholfrage. Ist der Träumer im Leben durch seine Unmäßigkeit bedroht, dann wird die Seele das rechte Bild finden für die Gefahr, in der er, ein Kulturgut mißbrauchend, steht. Es ist aber unseres Erfahrens nie ein Weintraum, der ihm dies verkündet. Als ein Kulturgut, als einen sehr hohen Wert erlebt die Seele den Wein, dieses geistvolle Ereignis so vieler Faktoren, wie günstiges Klima, sonnige Lage, gesunde und vieltragende Rebstöcke, Schweiß und Müdigkeit des Rebbauern im Frühjahr und Herbst, süße Früchte der Trauben, richtige Behandlung des Traubenmostes, dessen Verwandlung im Gärungsprozeß, die sorgfältige Lagerung in der dunklen Kühle - dieser ganze Weg ist ein Weg zu einem Kulturgetränk. Ja, er ist mit dem Korn und dem Gartenbau deren höchstes Zeichen. Das religiöse Erlebnis hat den Wein zum Gleichnis göttlichen Blutes erhoben. Im Wein ist das Erregende, ist die Kraft des Geistes, welche die Erdschwere überwindet, die Phantasie beflügelt. In seinem Zeichen stehen stille Gemeinschaft und bacchanalische Lust und der tiefste Einigung vermittelnde Ernst des Sakralen im Abendmahl. Wo im Traume sich ein Rebgelände an die Hänge der Traumlandschaft baut, wo Trauben am Spalier hangen oder dem Träumer geschenkt worden - 'ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben' -, wo goldener und dunkelroter Wein im Kelchglase des Traumes leuchtet, da ist positives und bedeutendes Leben. Das Weinwunder ist von der Seele aus gesehen ein göttliches Lebenswunder der Wandlung von erdhaft vegetativem Sein zum beflügelnden Geiste.

Psychologisch:

Wein kann in Träumen Sinnbild für einen fröhlichen Anlaß sein. Er beeinflußt das Bewußtsein und die Wahrnehmung. Daher steht ein Weinkeller möglicherweise für die Gesamtheit der bisherigen guten wie schlechten Erfahrungen. Spielt der Wein in der Traumhandlung eine Rolle, ist dies ein Zeichen für Lebensfreude und Lebenskraft, wie auch für Phantasie, Reichtum an Gedanken und Sinnesfreuden des Träumenden. Mitunter wird eine Weinflasche in ihrer berauschenden Eigenschaft als Phallussymbol oder als Sinnbild der Männlichkeit aufgefaßt. Im Traum Wein trinken bedeutet eine Begegnung mit geistig-seelischen Inhalten,- man wird Positives erleben, vielleicht das Wunder der Liebe. Wer vom Wein berauscht wird, soll sich Zuwachs an Materiellem ausrechnen können,- wer ihn verschüttet, hat ganz einfach Pech im Wachleben und wird eine Zeche begleichen müssen, ohne von dem Bezahlten etwas gehabt zu haben. Wer im Traum klaren, also reinen Wein einschenkt, muß im Wachleben, auch wenn ihm das noch so schwerfällt, die Wahrheit bekennen. Als Symbol für den 'Saft des Lebens' verweist Wein auf die Fähigkeit, Erfahrungen so optimal wie möglich zu nutzen und das zu genießen, was Freude bereitet und Fröhlichkeit schafft. Das Weinglas kann als Bild für die Fröhlichkeit oder auch für die Schwangerschaft empfunden werden. Ist es im Traum zerbrochen, so bedeutet dies entweder Kummer oder, im Traum einer Frau, eine Fehlgeburt. Der Rotwein wird als Symbol des Blutes angesehen. Der Weißwein wird als Symbol der Klarheit angesehen.

Spirituell:

Wein kann auf spiritueller Ebene Fülle bedeuten oder die Aufnahme spiritueller Kraft.

Artemidoros:

Wein in bescheidenen Maß aus nicht zu großen Bechern zu trinken und sich nicht zu berauschen ist gut. Passend kann man hier den Ausspruch des Sokratesschüler Xenophon anführen: 'Der Wein schläfert die Sorgen ein wie der Alraun die Menschen, den Frohsinn weckt er so wie das Öl die Flamme.' (Xenophon: Das Gastmahl 2,24) Deshalb ist es günstig, im Traum maßvoll und wenig Wein zu trinken, denn reicher und unmäßiger Genuß verursacht allen ohne Unterschied viele Übel. Hier gilt das Wort des Theognis: 'Maßlos getrunkener Wein wirkt schlecht, doch trinkt man vernünftig, wirkt er gewiß nicht schlecht, sondern im Gegenteil gut.' (Teognis: Sentenzensammlung, Vers 211-12). Aber nicht nur das viele Weintrinken ist von Übel, sondern auch, in der Gesellschaft vieler Zecher zu sein. Denn immer folgt dem Rausch der Leichtsinn, aus welchem Entzweiung entsteht, die Mutter des Krieges. Das Trinken von Met, honigsüßen Quittenwein, Myrtenwein und jede Art von künstlich zubereitetem Wein ist für Reiche wegen des Schwelgens und Prassens ein gutes, für Arme ein böses Vorzeichen,- denn letztere greifen nur dann zu solchen Getränken, wenn Krankheit sie dazu zwingt.

Volkstümlich:

(arab. ) :

  • Alles, was die Menschen trinken und was in ihren Bauch wandert, zeigt Gewinn an,- was berauscht, bedeutet Macht.
  • Träumt einer, er trinke, aber nicht über den Durst, wird er seine Macht schwächen und verbergen,- betrinkt er sich aber, wird er von seinem Fürsten erhöht werden, sofern er viel getrunken.
  • Träumt einer, er trinke Wasser aus dem Nil und werde trunken davon, wird er von einem großen Wohltäter oder vom Herrscher Macht bekommen,- ist er nicht trunken geworden, wird er von den Genannten entsprechend der Menge, die er getrunken, Gewinn ohne Macht erlangen.
  • Trinkt er Nilwasser mit Zucker, wird ihm von den erwähnten Personen echte Freude und Wohlwollen zuteil werden.
  • Bereitet einer mit Nilwasser Wein zum Trinken, wird er entsprechend den verwendeten Zutaten von mächtigen Herren mit Geschick und Verstand Gunst erlangen.
  • Träumt jemand, er leite Wasser aus dem Nil in geringer Menge in sein Haus, wird ihm von einem Mächtigen oder vom Herrscher entsprechender Reichtum zufließen, und nicht allein ihm, sondern auch seinem Geschlecht.
  • Trinkt einer Wein aus einer Kleopatrakaraffe, wird er mit einer Frau Vermögen und Macht erlangen entsprechend der Schönheit des Gefäßes.
  • Ist einem vom Trinken übel geworden und hat er einen Darmkatarrh bekommen, wird er seinen Reichtum ohne Nutzen verlieren.
  • Hat er sich vom Weingenuß aufgebläht, wird er der Aufblähung entsprechend Geld in Hülle und Fülle haben.
  • Bereitet einer einen künstlichen Wein zum Trinken, wird er dem Landesfürsten Lügen auftischen, um ein gutes Geschäft zu machen,- trinkt er vom Wein, wird er sein Vorhaben nicht ohne Anstrengung zuwege bringen, trinkt er nicht, wird das Gegenteil eintreten.
  • Träumt jemand, er dürste und bitte einen andern um einen Trunk und bekomme ihn auch, wird er mit dessen Hilfe der Armut entrinnen, sofern der Trunk nicht warm gewesen ist,- ist er aber warm, wird er statt Hilfe nur leere Ausflüchte von ihm zu hören bekommen.
  • Trinkt einer aus einem Gefäß Wasser, das ihm ein bekannter Verstorbener darreicht, wird er, er sei, wer er wolle, bald sterben,- trinkt er von dessen Hand gemischten Wein, wird ihn eine schwere Krankheit dahinraffen.
  • Das Trinken von saurem Wein bedeutet weder Reichtum noch Macht, sondern Bitterkeit und Trübsal entsprechend dessen Säure.
  • Trinkt einer ein künstlich zubereitetes Getränk, wird er, gleich wie das Getränk widerwärtig ist, bittere Stunden durchmachen.
  • Träumt einer, er trinke Obstwein, wird er sich trügerische Macht einreden, die keinen Nutzen bringt.
  • trinken und sich berauscht fühlen: du wirst durch dein Betragen öffentliches Ärgernis erregen,-
  • roten sehen oder trinken: du bist stets gut gelaunt,- glückliche Liebestage,-
  • weißen: du wirst Zufriedenheit erlangen,- auch: frohes Beisammensein mit Freunden,-
  • saurer: man hat an der lauten Geselligkeit keine Freude mehr und möchte lieber alleine sein,-
  • einschenken: deine Sorgen werden vergehen,-
  • verschütten: du wirst dein Glück verscherzen,- auch: sei in deinem Verhalten und in deinen Reden bedachtsamer,- auch: Krankheit,-
  • Apfelwein: bescheidene Freuden.

(pers. ) :

  • Mehrere Möglichkeiten bieten sich an: Träumt man vom ungetrübten Genuß eines Glases Wein, verheißt dies Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Träumt man, vom Wein betrunken zu sein, so bahnt sich gegenwärtig etwas an, das noch harmlos aussieht, sich aber schnell so unerfreulich entwickeln wird, daß man bald bedauert, beizeiten nichts dagegen unternommen zu haben. Sieht man im Traum andere weintrunken, so ist die Gelegenheit günstig, einen langgehegten Plan zu verwirklichen. (Kind-)

(europ.) :

  • eine Wandlung oder Belebung des Geistes läßt sich an,- ist von guter Vorbedeutung,-
  • Weingenuß: ist ein Vorbote von Vergnügen und treuen Freunden,-
  • sehen oder trinken, wenn er wohlschmeckend oder süß ist: man wird einen Menschen kennenlernen, für den man sich begeistert,- ist er sauer: die Begeisterung für einen noch nicht persönlich bekannten Menschen wird beim Kennenlernen schnell schwinden,-
  • saurer Wein trinken: die laute Gesellschaft mancher Menschen kann man jetzt nicht ertragen,- man will seine Ruhe alleine genießen,-
  • verschütten: deutet auf eine Zurechtweisung,- man sollte seinen Mund nicht so weit aufreißen,-
  • sich daran berauschen: du wirst dir die Achtung einer einflußreichen Person erwerben,-
  • Wein von einem Gefäß in ein anderes füllen: steht für wechselnde Vergnügen und Reisen zu vielen berühmten Stätten,-
  • damit handeln: das Engagement im Beruf wird sich für einem lohnen,-
  • blühenden Wein sehen: eine gute Gesundheit,-
  • tote Weinpflanzen: ein wichtiges Geschäft wird nicht gelingen,-
  • giftige Weine: man wird das Opfer eines geschickten Planes werden und die Gesundheit gefährden,-
  • Für eine junge Frau ist der Genuß von Wein ein Zeichen dafür, daß sie einen wohlhabenden und zugleich ehrenwerten Mann finden wird.

(ind. ) :

  • Träumt einer, er trinke unvermischten oder mit Wasser gemischten Wein, wird er so viel Geld und Macht gewinnen, wie er Wein getrunken.
  • Hat er sich am Wein betrunken, wird er auf unrechtmäßige Weise Geld und, der Trunkenheit entsprechend, eine höhere Stellung gewinnen,- hat er keinen Wein getrunken, gleichwohl aber einen Rausch bekommen, wird er Macht erlangen, diese aber in Nichts zerrinnen.
  • Scheint es dem Kaiser, er sei trunken, wird er mächtige Herren sich untertan machen und hochbeglückt sein, weil der Wein lieblich eingeht.
  • Dünkt es einen, er trinke Dattelwein, wird er von Adligen Reichtum erlangen, aber Strafe zahlen, weil der Wein bei großer Flamme eingekocht wird.
  • Trinkt einer Wein aus Zuckerrohr, den man Zulapis nennt, und berauscht sich daran, wird er wegen des Feuers mit Mühe und Anstrengung vermögend und mächtig werden,- berauscht er sich nicht, verspricht der Traum ihm einzig und allein Vermögen.
  • Träumt jemand, er trinke Korinthenwein, und zwar über den Durst, wird er von Frauen furchterweckenden Reichtum und Macht bekommen.
  • Ein klarer Wein verspricht Geld ohne Mühe und Arbeit und ein hohes Amt.
  • Die künstlich hergestellten Getränke bezeichnen deshalb große Anstrengungen und ein verantwortungsvolles Amt, weil sie auf Feuer eingekocht werden.
  • Schaut einer, wie er mit einem andern, den er kennt, um einen Becher Wein zankt, wird er mit ihm um Geld prozessieren, und der Sieger wird Prozeß und Geld gewinnen, kennt er ihn nicht, wird er aus demselben Grund mit einem Feind vor Gericht gehen,- gerät er wegen eines gläsernen Trinkgefäßes in Streit, wird er sich mit ihm wegen eines Frauenzimmers überwerfen.
  • Trinkt jemand gemischten Wein, wird er entsprechend dem Sieden in finanzielle Schwierigkeiten kommen.
  • Mischt ihm ein anderer, ein Bekannter, den Wein, wird dieser ihm arg zusetzen, wenn ein Unbekannter, ein Feind.
  • Träumt einer, er trete die Kelter und mache Wein, wird er einem mächtigen Fürsten dienen und wichtige Verwaltungsaufgaben übertragen bekommen.
  • Schaut jemand einen Fluß, der von Wein fließt, einen Traum, den nur der Kaiser oder Fürsten haben können, wird er, sofern der Fluß in seinem Machtbereich liegt, noch größere Macht erringen, Krieg wider seine Feinde führen und unüberwindbar sein,- liegt der Fluß nicht in seinem Gebiet, steht solche Macht dem Herrn des fremden Landes zu. Träumt einer, er nähere sich diesem Fluß oder schöpfe daraus, wird er von dem Herrn des Flusses so viel Macht bekommen, wie er Wein schöpfte.
  • Dünkt es einen, er habe großen Durst, wird er reich werden und keine Not mehr haben, sofern er reichlich getrunken hat.
  • Träumt einem, wie er hungere und wie er esse und satt werde, wird er Trost in seinem Glauben und Glück in dieser Welt finden entsprechend dem Hunger, der ihn quälte.
  • Trägt einer Most in einem Gefäß, wird er Geld im Überfluß, jedoch keine Macht besitzen,- denn von frischem Most wird keiner trunken. Most zu trinken bedeutet, man werde willkommenen Reichtum von einer Frau bekommen.
  • Träumt einer, in seinem Haus sei Wein aus einem Faß ausgelaufen, werden ihm Plagen, Prozesse, Ärger und Schaden daselbst bevorstehen,- sammelt er den trüben, ausgelaufenen Wein wieder, wird seine mißliche Lage so viele Tage dauern, wie er Zeit auf die mühevolle Arbeit verwendete.
  • trinken: große Gesellschaft,- deine Sorgen werden in Nichts zerfließen,-
  • roter: Reichen bedeutet er schöne, Armen sehr trübe Tage,-
  • weißer: du wirst Widerstand leisten können,-
  • verschütten: du verscherzt dein Glück selbst.
(Siehe auch 'Alkohol', 'Apfelwein', 'Bacchus', 'Blut', 'Rebe', 'Traube', 'Weinlese')

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